Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Gestaltung: Stefanie Bahlinger

Wie jedes Jahr lasse ich mich von der Jahreslosung der evangelisch-reformierten Kirchen anregen. Wie sehr dieser Satz in die Herausforderung unserer Zeit durch das Coronavirus passt.  Eine spannungsgeladene Situation: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ (Mk 9,24), ruft ein verzweifelter Vater, der seinen kranken Sohn zu den Jüngern gebracht hatte. Die Jünger konnten nicht helfen. Spannung, Hilflosigkeit, Aggression. Einer fehlte, Jesus. Endlich kommt er. Der besorgte Vater fordert Jesus heraus und schreit verzweifelt: „Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Ein grundehrlicher Mann. Jesus erwischt ihn an seiner Schwachstelle. „Du sagst: „Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt.“ Da brüllt der Vater verzweifelt: ‚Ich glaube; hilf meinem Unglauben!‘ Dieser Mann mutet sich total zu. Nackte Ehrlichkeit. Er setzt alles auf die Karte Vertrauen.